Pater Brown

»Weil Silber manchmal mehr wert ist als Gold«, sagte der Priester milde, »jedenfalls in großen Mengen.« Der Fremde sah ihn neugierig an. Dann blickte er noch neugieriger den Flur entlang in Richtung des Haupteingangs. Daraufhin schaute er wieder Brown an und musterte dann eingehend das Fenster über dessen Kopf, durch das immer noch die Abendröte nach dem Sturm zu erkennen war. Plötzlich schien er einen Entschluss zu fassen. Er stützte sich mit einer Hand auf den Tisch, schwang sich so behende wie ein Akrobat hinüber, pflanzte sich vor dem Priester auf und packte ihn mit einer seiner riesigen Pranken beim Kragen.
»Keine Bewegung«, stieß er flüsternd hervor. »Ich will Ihnen nicht drohen, aber-«
»Ich will Ihnen drohen«, sagte Pater Brown mit einer Stimme, die wie Donner grollte. »Ich will Ihnen drohen mit dem Wurm, der nicht stirbt, und dem Feuer, das nicht verlöscht.«
»Sie sind mir ein schöner Garderobier«, erwiderte der andere. »Ich bin Priester, Monsieur Flambeau«, sagte Brown, »und bereit, Ihre Beichte anzuhören.« Der andere schnappte einige Sekunden nach Luft, dann ließ er sich taumelnd auf einen Stuhl fallen.

Gilbert Keith Chesterton: Pater Brown – Die seltsamen Schritte

Die Würde der Mutter, die Würde der Frau

Meine lieben Brüder und Schwestern,

da heißt es in der Epistel, aus dem Galaterbrief: „Wir, meine Brüder, sind wie Isaak Kinder der Verheißung. Aber wie damals der nach dem Fleische Geborene den nach dem Geiste Geborenen verfolgte, so ist es auch jetzt. Doch was sagt die Schrift? „Verstoße die Magd mit ihrem Sohne; denn der Sohn der Magd soll nicht Erbe sein neben dem Sohn der Freien“. So sind auch wir, meine Brüder, nicht Kinder der Magd, sondern Kinder der Freien auf Grund der Freiheit, die uns Christus geschenkt hat.“

Daran wollen wir anknüpfen, um unser Thema fortzusetzen: die Würde der Mutter, die Würde der Frau, die Bedeutung der Mutter. Wir müssen gerade, da wir im Gebet und im Geiste den großen Umschwung vorbereiten, welcher der Kirche wieder ihr Gesicht gibt und sie wieder erkennbar macht, wir müssen – gerade wir! – die Fehler sehen, die in der Vergangenheit geschehen sind, vor allem auf der Ebene der seelsorglichen Praxis, Fehler, die mit die Bedingung dafür geschaffen haben, daß vor etwa zwanzig Jahren das Verderben und die Katastrophe in den Innenraum der Kirche einbrechen konnte. Es wäre völlig falsch zu sagen, „alles, was früher war, war durchweg richtig, grundsätzlich richtig gehandhabt worden“. Das ist nicht wahr. Gerade, wenn man an die Frau und Mutter denkt, da wurde der Unsinn erzählt, es gelte für den Christen das Wort „Er soll dein Herr sein“. – Christus ist gerade gekommen, um dieses Wort aufzuheben und auszuradieren! Es gilt ja gerade seit Christus und durch Christus nicht mehr! Auch im Epheserbrief die berühmten Passagen, die bei der Trauungsmesse vorgelesen werden, sind nicht in dem Sinne einer Herrschaft des Mannes zu verstehen. Wenn da der hl. Paulus sagt: „Die Frauen seien den Männern untertan, wie die Kirche Christus untertan ist“, dann ist das ein ganz anderes Untertan-Sein, nämlich ein Untertan-Sein in der Liebe! Lieben heißt dienen, geliebt werden heißt herrschen! Und zwischen zwei Liebenden beruht das auf völliger Gegenseitigkeit.

Christus sagt von Sich, daß Er umhergehen wird, um uns zu bedienen. Er sagt: „Ich bin nicht gekommen, Mich bedienen zu lassen, sondern zu dienen.“ Gerade Er ist ja Mensch geworden, um die Menschheit zu Seiner Höhe emporzuführen! Denn „Er soll dein Herr sein“, das bezieht sich ja zunächst auf Gott. Dadurch, daß sich die Menschen Gott verweigerten, um zu sein wie Gott aus eigener Kraft, gerade deshalb gerieten sie unter Gott, fielen sie aus der Partnerschaft mit Gott heraus; und Gott war Herr, und die Menschen Knechte und Mägde Gottes. Gerade das ist ja aufgehoben worden durch Christus! Der Mann aber ist Sinnbild Gottes und die Frau Sinnbild der Menschheit und der Schöpfung. Und wie durch Christus die Menschheit wieder auf die Höhe Gottes geführt wird, so ist durch Christus die Frau wieder auf die Höhe des Mannes geführt worden. Das Wort „Er soll dein Herr sein“ ist aufgehoben.Würde es noch gelten, wir wären bis zur Stunde nicht erlöst! Es führt kein Weg daran vorbei. Wir können uns das nicht oft genug sagen: Die Frau ist als Frau, in ihrer Fraulichkeit, in ihrer Mütterlichkeit dem Manne völlig ebenbürtig und hat ihm nicht, in keiner Weise, um nichts zu gehorchen! Männer, die einen Gehorsamsanspruch an ihre Frau stellen und das an sich selber bemerken, haben mal wieder einen Stoff für die nächste Beichte bzw. Generalbeichte.

Ebenbürtigkeit: dies ist das Gegenteil von Gleichmacherei. Die Frau ist nicht dem Manne gleich, sie ist anders; und in ihrem Anders-Sein ebenbürtig, gleichwertig, groß, königlich. Christus ist gekommen, um die Frau zu bestätigen, zu krönen. In Maria sind alle Frauen und Mütter und Jungfrauen gekrönt, zu Königinnen erhoben worden. Und es ist die Aufgabe des Mannes, in seinen Kindern die Ehrfurcht vor der Frau zu wecken. Wenn er sich als Herr aufspielt und seine Frau wie eine Magd behandelt, versündigt er sich an seinen Kindern, versündigt er sich an seiner Frau und an seiner eigenen Aufgabe. Ebenbürtigkeit bedeutet sehr viel. Und wir werden das nächste Mal über Fragen des Zwischenmenschlichen und der Zweisamkeit besonders reden. Nun aber die Mutter. Sehen Sie, man hat die Frau tatsächlich sehr herabgesetzt, weil man auch das von der Erziehung nicht begriffen hat. Was weithin unter Erziehung verstanden wird, das ist relativ wenig.
Da ist das Ziehen – gehört auch dazu, ich habe schon oft darüber gesprochen –, aber es ist notwendig, das sehr genau auseinanderzuhalten. Wenn ich Kindern beibringe, daß sie einen Diener machen bzw. einen Knicks, daß sie anständig die Hand geben, daß sie nicht schmatzen und nicht schlürfen usw., usw., dann ist das keine Erziehung, sondern ein Ziehen. Ein Kind, welches diese Anstandsregeln, Regeln des Umgangs mit dem anderen Menschen und das Verhalten nicht beherrscht, ist nicht etwa un-er-zogen, sondern un-ge-zogen. Die Er-ziehung ist wesentlich mehr. Erziehung ist, um mit Kierkegaard zu sprechen, Existenzmitteilung, Daseinsmitteilung; und das heißt: Mitteilung einer eigenen Begeisterung! Und das ist nur möglich im Gespräch. Und sehr früh schon, beim ganz, ganz kleinen Kind, beginnt das Erziehen in das Ziehen einzufließen, und zwar immer stärker bis schließlich die Erziehung das Ziehen ablöst.

Es ist wichtig, daß die Mutter um ihre eigene Würde weiß. Die Frau ist kraft ihrer Natur Repräsentantin der Schöpfung. Das Weibliche ist die Basis der ganzen Schöpfung. Auch im geschaffenen Manne ist das Weibliche das Fundament seines Daseins. Das Weibliche ist das Allgemeine, das Menschheitliche, Volkliche. Und darum ist die Frau mit den Geheimnissen der Schöpfung, mit den Geheimnissen des Lebens besonders stark vertraut, d.h. überhaupt mit den Geheimnissen. Die Frau ist auf das Unaussprechliche bezogen. Das hat man so platt ausgelegt in dem Sinn, die Frau wäre mehr für das Gefühl, und der Mann mehr für den Verstand. Das ist natürlich kompletter Unsinn! Aber mit dieser Vorstellung ist die Frau jahrhundertelang erniedrigt worden. Die Frau ist so ein Gefühlsbündel in der Vorstellung der Menschen. Die Frau weint zum Beispiel, der Mann weint nicht – eine etwas idiotische, pseudopreußische Vorstellung, die sich sehr lange eingefressen hat: Ein Mann darf nicht weinen, ein Mann darf keine Gefühle zeigen, ein Mann ist ein dürrer Reiter des Verstandes und läßt keine Gefühle aufkommen; und die Frau ist butterweich und nachgiebig und gutmütig und ist ein einziges wogendes Meer von Gefühlen. – Ein vollkommener Unsinn! Der Mann ist genauso ein Gefühlsmensch wie die Frau; und die Frau ist genauso verstandesbegabt wie der Mann. Aber die Frau hat eine spezifische Eigenart ihres Geistes, nämlich eine Bezogenheit ins sogenannte „Intuitive“, d.h. sie ist besonders fähig, das Unaussprechliche wahrzunehmen, das Geheimnis geistig zu fassen. Und darum ist sie mit dem All tief verwandt. Sie hat eine Fähigkeit der zusammenfassenden Schau, einer Erkenntnis der Zusammenhänge und ist von daher besonders in der Lage, ratgebend beizustehen. Das Ratgeben ist das Gebären des Geistes. Darum ist die Frau Ratgeberin, mütterliche Ratgeberin ihres Mannes. Und auch der Mann sollte in seiner Frau das Mütterliche suchen und im Mütterlichen seiner Gemahlin Berge und Halt suchen und finden.

Wenn der Mann so seiner Frau begegnet, die Frau in der Männlichkeit des Mannes und der Mann in der Mütterlichkeit der Frau Halt finden, dann ist eine Atmosphäre geschaffen gemeinsamer Begeisterung, wenn beide gepackt sind von den großen Gegenständen, die über den Tag hinausweisen. Und wenn Begeisterung da ist, dann ist die Atmosphäre gegeben, in der die Kinder gedeihen. Atmosphäre ist alles. Wenn die Atmosphäre da ist, können sie tausend Fehler begehen. Wenn keine Atmosphäre da ist, können sie soviele pädagogische Zeitschriften studieren, wie sie wollen: es nutzt nichts; dann mögen sie noch so sehr nach dem neuesten psychologischen Schrei vorgehen: Wo Du nicht begeistert bist, spürt man Dir keine Begeisterung an und es nutzt alles nichts!

Wenn übrigens der hl. Paulus sagt: „Die Frau schweige in der Kirche“, meint er genau dies: Die Frau ist die Walterin des Schweigens. Und wenn sie redet, redet gerade die Frau aus dem wissenden Schweigen heraus, weil sie auf das Unaussprechliche hingeordnet ist. Der Mann nimmt das wahr. Und der Mann bringt das Unaussprechliche wie ein Bräutigam zum Ausdruck. Deshalb gestaltet der Mann das, was er von der Frau vernimmt. Beispielsweise in der Musik ist es auffällig, daß es sehr viele Dichterinnen, Romanschreiberinnen gibt, aber keine Komponistinnen. Die Frau selber ist Musik. Sie ist in ihrer Subjektivität selber Musik. Und der Mann nimmt es auf und spiegelt es zurück. Die Frau ist spiegelnder Bronnen. Aus ihr schöpft der Mann Leben, und er spiegelt sich und findet sich in ihr, in dem Schoße ihres Geistes bestätigt.

Das macht die Größe der Frau aus. Ich kann natürlich in dem Rahmen einer Predigt nur in kurzen Andeutungen reden. Es ist ein großer Irrtum zu meinen, die Größe des Geistes hänge ab von irgendeinem nachweisbaren Studium oder von einem akademischen Titel. Von daher kommt die hektische Sucht vieler Frauen heute, unbedingt auch irgendetwas nachweisen oder aufweisen zu sollen in dieser Beziehung. Es ist durchaus der Erwägung wert, und es ist möglicherweise notwendig, daß viele Frauen auch eine Berufsmöglichkeit erwerben für den Fall, daß sie alleinstehen. Das ist in unserer heutigen Gesellschaft weithin unumgänglich. Es ist nur ein Irrtum zu meinen, davon hinge ihre Ebenbürtigkeit ab! Das ist ein großer, ein verbreiteter Irrtum. Ganz und gar nicht. Geist, der ist überall zu haben, wenn er verstanden wird von sich selbst und geweckt wird von dem, der gekommen ist, des Geistes ansichtig zu werden und im Erkennen des Geistes den Geist zu wecken. Denn der Geist wird geweckt, wenn er erkannt wird. Das ist eine Sache, die sich durch alle Schichten hindurchzieht. Es kann einer drei Doktortitel haben und zweimal habilitiert sein – und doch, bei aller Spezialbegabung, dumm! Und es kann einer mit bloßer Grundschulbildung ein Mann der Bildung bzw. eine Frau der Bildung und des Geistes sein. Die Vorstellung, Geist hinge vom Umfang des Wissens ab, ist sehr töricht. Ein gewisses Wissen gehört dazu, aber ein Wissen, das aus Eros, aus Liebe gewonnen wird, nicht etwa krampfig, um auch mitreden zu dürfen, zweck-haft – sondern zweck-los. Bildung ist in dem Maße Bildung, wie sie zweck-los erworben ist. Wer sie erwirbt, um etwas zu gelten, um etwas vorweisen zu können oder um Karriere zu machen oder um mitreden zu können, um in der Diskussion mithalten zu können, der kann auswendig ganze Enzyklopädien und Lexika mit sich herumschleppen und ein Muster von Gedächtnis sein und auf alles eine komplette Antwort geben: Er ist ungebildet bis in die Fußzehen! Sein ganzes Wissen nutzt nicht. Bildung ist Eros.

Das sollte man wissen. Und heute weiß man es nicht mehr. Es ist ein Trauerspiel zu sehen, wie die Kinder weithin ohne die Mütter aufwachsen, ohne das Gespräch mit den Müttern, ohne die Zärtlichkeit, die Nähe, den Austausch mit der Mutter, weil die Mutter wähnt, sie wäre erst etwas, wenn sie irgendeinen Berufsstatus habe. Das ist ein furchtbarer, für die Kinder tödlicher Wahn! Die Größe der Frau liegt im Mütterlichen, nicht etwa im Kochtopf, im Herd, daß sie Hausfrauenarbeit vollzieht – das hängt damit zusammen, daß sie das Heim hütet und heimische Berge schafft –, aber ihr Wert besteht im Mütterlichen! Und es gibt nichts Größeres und Geistigeres auf der Welt als das Mütterliche! Von nichts wird geistig die Mutterschaft übertroffen – erreicht vom Priesterlichen, übertroffen von nichts!

Pfarrer Hans Milch, 1980

Pater Brown

Er hielt seinen Detektivverstand für ebenso fähig wie den des Verbrechers, was der Wahrheit entsprach. Aber er war sich des eigenen Nachteils deutlich bewusst. »Der Verbrecher ist der schaffende Künstler, der Detektiv dagegen nur der Kritiker«, sagte er mit einem bitteren Lächeln und führte seine Kaffeetasse langsam zum Mund, setzte sie jedoch sehr schnell wieder ab. Er hatte Salz hineingestreut.

Gilbert Keith Chesterton: Pater Brown – Das blaue Kreuz

Petition „Pro Ecclesia“

Liebe Freunde,

sicherlich habt ihr schon von dieser Petition als Reaktion auf das medienwirksame Memorandum der 200 Theologen gehört. Neben dem Appell der Vorsitzenden der Initiative Pro Sancta Ecclesia e. V. (siehe Artikel: Stehen Sie zum Papst und zum Zölibat), könnt auch Ihr selbst online unterzeichnen und damit eure Unterstützung kundtun. Falls ihr dies tun wollt könnt Ihr einfach unten dem Link folgen.
Ich finde es klasse, dass es Leute gibt, die die Möglichkeit der Gegenstimme initiiert haben!

Zur Petition

Inhalt der Petition „Pro Ecclesia“

Für die Kirche und den Glauben in unserem Land haben wir, die Unter­zeichner, diese Petition verfasst. Wir legen sie vor, um zu bekräftigen, dass der Glaube an den Dreifaltigen Gott, wie ihn uns die Apostel und ihre Nachfolger überliefert haben, lebendig ist.
Nachdem sich einige Spitzenpolitiker der CDU vor wenigen Wochen mit einem Offenen Brief an die Bischöfe gewandt haben, haben nun über 200 Theologieprofessoren ein Memorandum mit ähnlichen und noch weiter ge­henden Forderungen unterzeichnet.

Wir wollen darauf ebenfalls öffentlich antworten und mit dieser Petition an unsere Bischöfe dem verzerrten Bild von der Kirche in der Öffentlichkeit entgegentreten.

Diese Forderungen an die Bi­schöfe fügen der Kirche großen Schaden zu. Gläubige werden verunsichert, getäuscht und in die Irre geführt. Diesem unredlichen Verhalten von Theo­logen und Politikern treten wir entgegen, indem wir uns deutlich und ver­nehmbar an die Seite unserer Bischöfe stellen und unsere Einheit mit dem Heiligen Vater, Papst Benedikt XVI., bekunden.

… mehr

Papst und Kondome für Dummies

Was der Papst wirklich gesagt hat:

„Es mag begründete Einzelfälle geben, etwa wenn ein Prostituierter ein Kondom verwendet, wo dies ein erster Schritt zu einer Moralisierung sein kann, ein erstes Stück Verantwortung, um wieder ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, dass nicht alles gestattet ist und man nicht alles tun kann, was man will. Aber es ist nicht die eigentliche Art, dem Übel der HIV-Infektion beizukommen. Diese muss wirklich in der Vermenschlichung der Sexualität liegen.

Frage: Wollen Sie damit sagen, daß die katholische Kirche nicht grundsätzlich gegen den Gebrauch von Kondomen ist?

Sie versteht sie natürlich nicht als tatsächliche oder moralische Lösung, aber in dem einen oder anderen Fall kann trotzdem die Absicht, das Risiko einer Infektion zu verhindern, ein erster Schritt in eine andere Richtung sein, zu einer menschlicheren Art, Sexualität zu leben.“

Was die Aussagen des Papstes alles nicht bedeuten, kann man in den Analysen der gewohnt inkompetenten deutschen Presse nachlesen.

Worauf Benedikt in seiner vernünftigen Bemerkung zu einem sehr komplexen Thema tatsächlich hinweist, das fasst Janet Smith so zusammen, dass es eigentlich auch deutsche Journalisten verstehen könnten:

Wenn jemand einen Überfall auf eine Bank plant und dafür normalerweise eine Schusswaffe benutzen würde, dann wäre es für ihn besser, wenn er eine Pistole ohne Patronen benutzen würde. Dieses Vorgehen würde die Gefahr tödlicher Verletzungen deutlich reduzieren. Aber es ist nicht die Aufgabe der katholischen Kirche, potentielle Bankräuber darin zu schulen, wie sie Banken ungefährlicher ausrauben können. Und es ist erst recht nicht ihre Aufgabe, dafür zu sorgen, dass ihnen Schreckschusspistolen zur Verfügung gestellt werden. Nichtsdestotrotz zeigt die Absicht des Bankräubers, das Geldinstitut so zu überfallen, dass nur geringe Gefahr für Kunden und Mitarbeiter besteht, ein Element moralischer Verantwortung, das ein erster Schritt zur Einsicht sein könnte, dass Bankraub an sich unmoralisch ist.

Quelle