{"id":1147,"date":"2011-12-07T21:43:34","date_gmt":"2011-12-07T19:43:34","guid":{"rendered":"http:\/\/omnia.alte-messe-bistum-speyer.de\/?p=1147"},"modified":"2012-09-17T11:06:10","modified_gmt":"2012-09-17T09:06:10","slug":"organspende-oder-nicht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/omnia.alte-messe-bistum-speyer.de\/?p=1147","title":{"rendered":"Organspende oder nicht?"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" src=\"http:\/\/www.taz.de\/uploads\/images\/460x229\/11427642.20101105-14.jpg\" alt=\"\" width=\"458\" height=\"229\" \/><br \/>\nEigentlich m\u00fcssten die Zeiten vor\u00fcber sein, in denen katholische Bisch\u00f6fe und Geistliche sich mit dem Hinweis auf die Medizin, dass der sog. Hirntod der tats\u00e4chliche Tod des Menschen bedeute, f\u00fcr das Hirntod-Konzept und die daraus resultierende Organtransplantation aussprechen.<\/p>\n<h3>WISSENSCHAFTLICHE \u00c4USSERUNGEN<\/h3>\n<p>Denn aus der Wissenschaft kommen immer h\u00e4ufiger Zweifel an diesem Konzept. <strong>Kein ernst zu nehmender Wissenschaftler spricht mehr davon, dass der sog. Hirntod den Gesamt-Tod des Menschen bedeutet.<\/strong><\/p>\n<p>Manche aber <strong>meinen<\/strong>, dass trotzdem der sog. Hirntod als Entnahmekriterium f\u00fcr Organe akzeptiert werden k\u00f6nne. Angesichts dieser Zweifel sollte aber doch eher das Prinzip gelten: \u201e<em>In dubio pro Vita<\/em>\u201c (im Zweifel f\u00fcr das Leben)! Warum?<\/p>\n<p>Der sog. Hirntod (ein Zustand, in dem wir mit unseren heutigen Methoden keine Hirnaktivit\u00e4ten mehr feststellen k\u00f6nnen) markiert vielleicht einen entscheidenden Punkt im Sterbeprozess des Menschen. Das Sterben ist aber eben ein <strong>Prozess<\/strong>, ein Verlauf <strong> <\/strong>(und kein Zeitpunkt), und <strong>das Sterben geh\u00f6rt noch zum Leben<\/strong>!<\/p>\n<h3>KIRCHLICHE \u00c4USSERUNGEN<\/h3>\n<p>Es ist festzuhalten, dass es au\u00dfer den folgenden \u00c4u\u00dferungen im Katechismus (KKK) keine lehramtlichen \u00c4u\u00dferungen oder Festlegungen gibt, wohl aber &#8211; leider oft <strong>unqualifizierte \u00c4u\u00dferungen einzelner Bisch\u00f6fe und Theologen<\/strong>. (Ein eklatantes Beispiel hierf\u00fcr ist die am 06. Oktober 2011 anl\u00e4sslich der Herbstvollversammlung ver\u00f6ffentlichte Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz zum Thema Organspende.)<\/p>\n<p>Der Katechismus der kath. Kirche (KKK) lehrt in der 2. Ausgabe vom Jahr 2003:<\/p>\n<p>\u201e <em>Die Organverpflanzung entspricht dem sittlichen Gesetz, wenn die physischen und psychischen Gefahren und Risiken,die der Spender eingeht, dem Nutzen, der beim Empf\u00e4nger zu erwarten ist, entsprechen. Die Organspende nach dem Tod ist eine edle und verdienstvolle Tat, sie soll als Ausdruck gro\u00dfherziger Solidarit\u00e4t gef\u00f6rdert werden. Sie ist sittlich unannehmbar, wenn der Spender oder die f\u00fcr ihn Verantwortlichen nicht die ausdr\u00fcckliche Zustimmung gegeben haben. Zudem ist es sittlich unzul\u00e4ssig, die Invalidit\u00e4t oder den Tod eines Menschen direkt herbeizuf\u00fchren, selbst wenn dadurch der Tod anderer Menschen hinausgez\u00f6gert w\u00fcrde<\/em>.\u201c (Katechismus der Katholischen Kirche, Kap. 2296, Oldenbourg, M\u00fcnchen, 2003)<br \/>\nAllerdings ist interessant, da\u00df in der 1. Auflage des KKK von 1993 das Kapitel 2296 noch anders formuliert wurde: \u201e<em>Organverpflanzung ist sittlich unannehmbar, wenn der Spender oder die f\u00fcr ihn Verantwortlichen nicht im vollen Wissen ihre Zustimmung gegeben haben. Sie entspricht hingegen dem sittlichen Gesetz und kann sogar verdienstvoll sein, wenn die physischen und psychischen Gefahren und Risiken, die der Spender eingeht, dem Nutzen, der beim Empf\u00e4nger zu erwarten ist, entsprechen. Die Invalidit\u00e4t oder den Tod eines Menschen direkt herbeizuf\u00fchren, ist selbst dann sittlich unzul\u00e4ssig, wenn es dazu dient, den Tod anderer Menschen hinauszuz\u00f6gern.<\/em>\u201c (Katechismus der Katholischen Kirche, Kap. 2296, Odenburg, M\u00fcnchen, 1993)<\/p>\n<p>Jedenfalls bezieht sich dieser Passus ganz eindeutig auf die Spende eines paarigen Organs von weiterlebenden Personen. Die Formulierungen bzgl. \u201e<em>physischen und psychischen Gefahren und Risiken (&#8230;) Die Invalidit\u00e4t oder den Tod direkt herbeizuf\u00fchren (&#8230;)<\/em>\u201c machen ja bei Organ- \u201cSpende\u201c nach sog. &#8222;Hirntod&#8220; keinen Sinn. Nach\u00a0 der heute \u00fcblichen Organentnahme ist der Spender jedenfalls immer \u201emausetot\u201c!<\/p>\n<h3>WIDERSPR\u00dcCHLICHES<\/h3>\n<p>Was dringend angemerkt werden muss: Neben anderen Ungereimtheiten beruft sich der \u201e<em>Katholische\u00a0 Erwachsenen Katechismus &#8211; Leben aus dem Glauben<\/em>\u201c, der Deutschen Bischofskonferenz (1995) auf den KKK von 1993, Kap. 2296, wendet dessen Kriterien aber<strong> wahrheitswidrig auf die Organentnahme nach sog. Hirntod <\/strong>an:<\/p>\n<p>\u201e<em>(&#8230;) Die Feststellung des Hirntodes ist ein sicheres Anzeichen daf\u00fcr, da\u00df der Zerfall des ganzmenschlichen Lebens nicht mehr umkehrbar ist. Es ist von diesem Zeitpunkt an vertretbar, Organe f\u00fcr eine Organverpflanzung zu entnehmen.<\/em> <em>Die M\u00f6glichkeit, den endg\u00fcltigen Tod eines Menschen festzustellen, kann die Angst ausr\u00e4umen, da\u00df Organe entnommen werden, ehe der Mensch tot ist. Dar\u00fcber hinaus ist die Entnahme von Organen Verstorbener an be<\/em><em>stimmte Bedingungen gebunden, denn sie ist ein Eingriff in die Integrit\u00e4t des toten Leibes. <\/em><em>Staatliche Gesetze regeln deshalb die Bedingungen f\u00fcr die Erlaubtheit der Organentnahme. Bedeutsam ist die vor dem Tod gegebene Einwilligung des Spenders oder bei Verstorbenen die Zustimmung der Angeh\u00f6rigen. <span style=\"text-decoration: underline;\">\u2018Organverpflanzung ist sittlich unannehmbar, wenn der Spender oder die f\u00fcr ihn Verantwortlichen nicht im vollen Wissen ihre Zustimmung gegeben haben.<\/span><\/em>\u201c (Anm.: Der Verweis auf KKK 2296 wurde von der Redaktion unterstrichen.)\u00a0 \u201e<em>&#8230; Staatliche Regelungen und \u00e4rztliche Richtlinien sollen dazu beitragen, dass Missbrauch verhindert wird &#8230;<\/em>\u201c (Katholischer Erwachsenen Katechismus, \u201cLeben aus dem Glauben\u201d, Band 2, S. 315f, Herausgeber: Deutsche Bischofskonferenz, 1995) &#8211;<\/p>\n<p>Der Katechismus der Deutschen Bischofskonferenz <strong>irrt <\/strong>gleich in mehreren Punkten:<\/p>\n<ol>\n<li>Lebensfrische Organe k\u00f6nnen <strong>nie <\/strong>von einem wirklich toten Menschen entnommen und verpflanzt werden.<\/li>\n<li>Bei einem sog. Hirntoten hat \u201e<em>der Zerfall des ganz menschlichen Lebens<\/em>\u201c keineswegs unumkehrbar begonnen. Viele Patienten, bei welchen die Angeh\u00f6rigen eine Organentnahme verweigerten, lebten weiter (siehe unsere Info-Materialien).<\/li>\n<li>\u201e<em>Staatliche Gesetze<\/em>\u201c gab es zu dieser Zeit \u00fcberhaupt noch nicht. Das Transplantations-Gesetz wurde erst am 05.12.1997 verabschiedet und die \u00e4rztlichen Richtlinien seitdem <strong>mehrmals ge\u00e4ndert.<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Sterbende d\u00fcrfen, auch um eines noch so guten Zweckes willen, nicht get\u00f6tet werden!<\/strong><\/p>\n<h3>WIR SOLLEN ABER DOCH GUTES TUN!<\/h3>\n<p>Was ist mit dem Argument, das man oft in der Diskussion h\u00f6rt und mit dem auch schon Angeh\u00f6rige moralisch unter Druck gesetzt wurden: \u201eEine gr\u00f6\u00dfere Liebe hat niemand als die, dass er sein Leben hingibt f\u00fcr seine Freunde\u201c (Joh. 15,13)? Oder was ist mit dem Hinweis auf die heroische Tat des Hl. Pater Maximilian Kolbe, der in Auschwitz f\u00fcr einen Familienvater in den Hungerbunker ging? (Es hat einmal jemand P. Kolbe den gr\u00f6\u00dften Organspender genannt!)<\/p>\n<p>Moraltheologisch kann folgendes dazu gesagt werden: <strong>Es ist nie und unter keinen Umst\u00e4nden erlaubt, etwas, was in sich schlecht ist, zu tun oder zu wollen. Die T\u00f6tung und auch die Selbstt\u00f6tung aber sind in sich schlecht!<\/strong><\/p>\n<p>In der Instruktion \u201e<strong>Donum Vitae<\/strong>\u201c hei\u00dft es: \u201e<em>Nur Gott ist der Herr des Lebens von seinem Anfang bis zu seinem Ende. Niemand (auch der Mensch sich selbst nicht) darf sich, unter keinen Umst\u00e4nden, das Recht anma\u00dfen, ein unschuldiges menschliches Wesen direkt zu zerst\u00f6ren<\/em>.\u201c (Anm.: Man vergleiche hierzu auch die Ansprache Papst Pius XII. an die med.-biol.-Vereinigung \u201eSt. Lukas\u201c am 12.11.1944.)<br \/>\nOder wie es der R\u00f6merbrief Kap. 3,8 sagt: \u201e<em>Und sollen wir nicht &#8211; wie uns verleumderisch nachgesagt und uns von gewissen Leuten in den Mund gelegt wird &#8211; das B\u00f6se tun, damit das Gute komme? Die so reden, trifft mit Recht das Gericht<\/em>.\u201c<br \/>\nOder Veritatis Splendor in Kap. 80: \u201e<em>..ist es doch nicht erlaubt, nicht einmal bei sehr schwerwiegenden Gr\u00fcnden, das sittlich Schlechte zu tun, damit daraus das Gute hervorgehe.<\/em>\u201c<\/p>\n<p>Das gilt auch f\u00fcr das oben angef\u00fchrte Bibelwort (Joh. 15,13). Der Mensch hat \u00fcber sein Leben und seine Gesundheit und sein seelisches und k\u00f6rperliches Verm\u00f6gen kein vollkommenes Eigentumsrecht, sondern <strong>nur <\/strong>das sog. \u201e<em>Dominium utile<\/em>\u201c, ein Nutzungsrecht.<\/p>\n<p>Die Juden haben nichts Gutes getan, als sie Jesus gekreuzigt haben. &#8211; Es war Mord! &#8211; <strong>Es geschah unter Gewaltanwendung<\/strong>! Ob schon der Kreuzestod der \u201eErl\u00f6sungstod\u201c f\u00fcr uns alle war.<br \/>\nDie NS-Schergen haben nichts Gutes getan, als sie Pater Maximilian Kolbe get\u00f6tet haben. &#8211; Es war Mord! &#8211; <strong>Es geschah unter Gewaltanwendung<\/strong>! Wenn auch ein Familienvater dadurch gerettet wurde. Man nennt die NS-T\u00e4ter mit Recht M\u00f6rder!<\/p>\n<h3>UND DIE ZUSTIMMUNG?<\/h3>\n<p>Aber, so k\u00f6nnte man einwenden, man stimmt doch selbst zu bei der Organentnahme.<\/p>\n<ul>\n<li>Wir haben, wie gesagt, kein Verf\u00fcgungsrecht \u00fcber das Leben, auch nicht \u00fcber unser eigenes!<\/li>\n<li>Ein anderer mu\u00df es tun. &#8211; Der Arzt t\u00f6tet!<\/li>\n<li>Auch wenn der Organentnahme zugestimmt wird, ist sie T\u00f6tung eines sterbenden, aber noch lebenden Menschen und deshalb sittlich zu verwerfen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ich k\u00f6nnte im Falle der Organspende vielleicht Leben retten, aber nur, indem ich etwas in sich schlechtes als Mittel will. Der Mord durch die Explanteure ist keineswegs\u00a0unabwendbar &#8211; wie der beschlossene und <strong>mit Gewalt herbeigef\u00fchrte Tod<\/strong> im Falle von Pater Maximilian Kolbe &#8211; und indem ich mich den Explantations\u00e4rzten freiwillig stelle, gebe ich selbst eine gewisse Zustimmung zu einer in sich schlechten Tat. <strong>Dieses Recht aber habe ich nicht! <\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong>Papst Pius XII. sagte bereits 1952: \u201e<em>Zun\u00e4chst mu\u00df vorausgesetzt werden, da\u00df der Arzt gegen den Willen des Patienten keine Anordnung treffen und keinen Eingriff vornehmen darf. Denn der Arzt hat \u00fcber den Patienten nur soviel Vollmacht und Verf\u00fcgungsrecht, als der Patient ihm gibt, sei es ausdr\u00fccklich, sei es einschlie\u00dflich und stillschweigend.<strong> Der Patient aber kann nicht mehr Verf\u00fcgungsrecht geben, als er selbst besitzt.<\/strong> &#8230; Was aber den Patienten betrifft, so ist er nicht unbeschr\u00e4nkter Herr \u00fcber sich, \u00fcber seinen Leib und seinen Geist. Er kann also<\/em> <em>erlaubterweise nicht verf\u00fcgen wie ihm beliebt. Auch das Motiv, aus dem er handelt, ist f\u00fcr sich allein nicht gen\u00fcgend und bestimmend.<\/em>\u201c (Ansprache Papst Pius XII. am 14. 09. 1952 an die Teilnehmer des 1. Internationalen Kongresses f\u00fcr Histopath<em>ologie des Nervensystems in Rom, \u201eSittliche Grenzen der \u00e4rztlichen Forschungs- und Behandlungsmethoden<\/em>\u201c, Kap. 11 und 12., herausgegeben vom St. Lukas-Institut f\u00fcr \u00e4rztliche Anthropologie e.V., M\u00fcnster\/Westf., Verlag Wort und Werk GmbH K\u00f6ln.)<\/p>\n<p>Und Papst Johannes Paul II. sagte 1989 vor den Teilnehmern der P\u00e4pstlichen Akademie der Wissenschaft u.a.: \u201e&#8230; <em>wogegen die Achtung des menschlichen Lebens absolut das direkte und positive Opfer des Lebens verbietet,<\/em> <em>auch wenn es f\u00fcr das Wohl eines anderen Menschen ist, f\u00fcr den man einen Vorzug als berechtigt ansehen mag.<\/em>\u201c<\/p>\n<h3>DER SINN DES LEIDENS<\/h3>\n<p>Erzbischof Roger Mahony schrieb einmal: \u201e<em>Als Christen wissen wir, dass das Leiden in das Mysterium unseres Lebens hinein gewoben ist; wir tun alles, um es zu \u00fcberwinden, aber wir wissen auch, dass wir es wie Jesus Christus akzeptieren m\u00fcssen und nicht davor fliehen d\u00fcrfen. Wir m\u00fcssen es vielmehr mit Geduld und unendlichem Vertrauen auf Gottes G\u00fcte umfassen<\/em>.\u201c Das gilt auch, wenn wir organisch schwer krank sind.<\/p>\n<p>Ja, wie fremd ist uns dieser Gedanke geworden. Wir haben vergessen, da\u00df Gott uns in Liebe erschaffen und durch Leiden erl\u00f6st hat. Wir aber suchen st\u00e4ndig Leid und Schmerzen, ja schon Unannehmlichkeiten zu fliehen. Gebe Gott, da\u00df wir das, wenn wir selbst einmal betroffen sein sollten, erkennen und danach handeln!<\/p>\n<h3>WOHIN SOLL DAS NOCH F\u00dcHREN?<\/h3>\n<p>In den Niederlanden (sowie auch einigen Staaten der USA) erm\u00f6glicht bereits die Definition des \u201e<em>Teilhirntodes<\/em>\u201c, oder des \u201e<strong><em>kontrollierten Todes<\/em><\/strong>\u201c, (NHBD) vom Medizinern kontrolliert verursachten Herztod, (sog. Pitsburgmodell oder Mastricht- Protokoll) die Organentnahme in einer Phase des Sterbens, die in Deutschland noch eine Reanimation zur Folge h\u00e4tte. (vgl.: Alexandra Manzei, \u201eHirntod, Herztod, Ganz-Tod?\u201c, S.16,28)<\/p>\n<p>In Belgien haben sich schon Menschen auf dem OP-Tisch euthanasieren lassen und dabei ihre Organe \u201egespendet\u201c.<\/p>\n<p>Weitere <strong>Grenz\u00fcberschreitungen <\/strong>bestehen darin, da\u00df man Tieren menschliche Gene einimpft, <strong>transgene Tiere<\/strong> \u201eschafft\u201c &#8211; man nennt das Xeno- Transplantation. Oder \u00dcberlegungen, da\u00df man ungeborenen Kindern vor der 16. Schwangerschaftswoche tierische Zellen einimpft, damit das Immunsystem des Kindes diese als die eigenen anerkennt. Man beabsichtigt also transgene Menschen zu schaffen. Oder man z\u00fcchtet durch genetische Manipulation Organe, wie der imHerbst 1997 bekannt gewordene Frosch ohne Kopf, aber mit Organen (FAZ,<br \/>\n22.10.97).<\/p>\n<p>Oder denken wir an die <strong>Erzeugung von Menschen in vitro<\/strong>, wobei es ja m\u00f6glich ist (und sicherlich k\u00fcnftig auch getan wird), f\u00fcr jeden so erzeugten Menschen identische Embryonen als Zell- und Organlieferanten in der K\u00fchltruhe vorzuhalten.<\/p>\n<p>Oder <strong>Tissue Engineering<\/strong>, dies ist ein modernes biotechnologisches Verfahren, bei welchem aus Patientengewebe in vitro Implantate hergestellt und anschlie\u00dfend reimplantiert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Oder <strong>Kloning <\/strong>von Embryonalen Stammzellen um Ersatzorgane zu z\u00fcchten, usw.<\/p>\n<h3>UND AM ENDE DIE UNSTERBLICHKEIT?<\/h3>\n<p>So stellt man sich doch am Ende auch die Frage: Wohin soll das f\u00fchren, was ist das Ziel des Ganzen?<br \/>\nNach allem, was ich recherchiert und erlebt habe, mag ich nicht mehr glauben, dass es einzig, oder auch nur vorrangig, um das Wohl des Patienten geht. Die UNESCO erwartet, da\u00df schon in <strong>wenigen Jahren 50 % aller Operationen in den Krankenh\u00e4usern Transplantationen sind<\/strong>. Das hei\u00dft: Es werden nicht mehr Krankheiten geheilt oder operiert oder sonstwie behandelt, sondern es werden &#8211; wie beim Auto &#8211; Teile ausgetauscht.<\/p>\n<p>Der Bonner Neurologe Prof. Dr. Linke sagt in seinem Buch \u201e<em>Hirnverpflanzung &#8211; Die erste Unsterblichkeit auf Erden<\/em>\u201c (Rowohlt, 1993) da\u00df es schon l\u00e4ngst nicht mehr nur um \u201emehr Lebensqualit\u00e4t\u201c, sondern um \u201e<em><strong>Unsterblichkeit<\/strong><\/em>\u201c geht.<\/p>\n<p>Man will also den \u201e<strong>sch\u00f6nen neuen Menschen<\/strong>\u201c schaffen, man will nicht nur \u201ewie Gott\u201c sein, man will \u201e<strong>besser sein als Gott<\/strong>\u201c! Zu diesem Zweck ben\u00f6tigt man ein ausgedehntes \u201eMateriallager\u201c. Um dieses zu f\u00fcllen, mu\u00df der \u201eHirntod\u201c durch den \u201eTeilhirntod\u201c und dann dieser durch den \u201e<strong>Pers\u00f6nlichkeitstod<\/strong>\u201c \u00fcberwunden werden, denn das erweitert ganz erheblich die Zahl der menschlichen K\u00f6rper, die man zu diesem Zweck ausweiden kann.<\/p>\n<p>So diskutiert man ja auch schon in wissenschaftlichen Zirkeln und sogar ganz \u00f6ffentlich, die j\u00e4hrlich \u201eanfallenden\u201c ca. 40.000 Wachkoma-Patienten als sog. \u201e<strong><em>Organcontainer<\/em><\/strong>\u201c zu nutzen. Damit die Menschen dies alles mitmachen, ben\u00f6tigt man nat\u00fcrlich auch einen ideologischen Unterbau:<\/p>\n<ul>\n<li>Die <strong>Evolutionstheorie <\/strong>und die Leugnung des Sch\u00f6pfergottes.<\/li>\n<li>Die <strong>Verneinung des S\u00fcndenfalls<\/strong> und der <strong>Erl\u00f6sungsbed\u00fcrftigkeit<\/strong>des in seiner Natur geschw\u00e4chten Menschen.<\/li>\n<li>Die Behauptung, der Mensch mit seinen Krankheiten und Leiden sei eine \u201e<strong>Fehlproduktion<\/strong>\u201c, bzw. da\u00df man in den evolution\u00e4ren Proze\u00df &#8211; um jeden Preis &#8211; eingreifen darf und mu\u00df, und zwar, weil man das ja jetzt kann.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>HOCHMUT KOMMT VOR DEM FALL<\/h3>\n<p>Die Weltgeschichte aber zeigt, dass die menschliche Hybris (Hochmut) immer noch ged\u00e4mpft wurde, da\u00df Gott \u201ekeine B\u00e4ume in den Himmel wachsen l\u00e4sst\u201c.<\/p>\n<p>In einer Erkl\u00e4rung der r\u00f6misch katholischen Kongregation f\u00fcr die Glaubenslehre vom 05.05.1980 hei\u00dft es:<br \/>\n\u201e<em>Es mu\u00df erneut mit Nachdruck erkl\u00e4rt werden, dass nichts und niemand je das Recht verleihen kann, ein menschliches Lebewesen unschuldig zu t\u00f6ten, mag es sich um einen F\u00f6tus oder Embryo, ein Kind, einen Erwachsenen oder Greis, einen unheilbar Kranken oder Sterbenden handeln. Es ist auch niemandem erlaubt, diese todbringende Handlung<\/em> <em>f\u00fcr sich oder einen anderen zu erbitten, f\u00fcr den er Verantwortung tr\u00e4gt, ja man darf nicht einmal einer solchen Handlung zustimmen, weder explizit noch implizit. Es kann ferner keine Autorit\u00e4t sie rechtm\u00e4\u00dfig anordnen oder zulassen. Denn es geht dabei um die Verletzung eines g\u00f6ttlichen Gesetzes, um eine Beleidigung der W\u00fcrde der<\/em> <em>menschlichen Person, um ein Verbrechen gegen das Leben, um einen Anschlag gegen das Menschengeschlecht<\/em>.\u201c<\/p>\n<h3>DIE WICHTIGSTE STUNDE<\/h3>\n<p><strong>Die Sterbestunde ist die wichtigste unseres Lebens<\/strong>, denn f\u00fcr uns Christen sind Sterben und Tod der \u00dcbergang in das Reich Gottes. Der heilige Apostel Paulus sagt: \u201eSterben ist mir Gewinn.\u201c Der Zeitpunkt des Todes liegt in Gottes Ratschlu\u00df. Der Mensch hat <strong>nicht <\/strong>dar\u00fcber zu entscheiden!<\/p>\n<blockquote><p>von Walter Ramm, <a href=\"http:\/\/www.aktion-leben.de\/\" target=\"_blank\"><br \/>\nQuelle: Aktion Leben, Rundbrief 5 \/ 2011<\/a><\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eigentlich m\u00fcssten die Zeiten vor\u00fcber sein, in denen katholische Bisch\u00f6fe und Geistliche sich mit dem Hinweis auf die Medizin, dass der sog. Hirntod der tats\u00e4chliche Tod des Menschen bedeute, f\u00fcr das Hirntod-Konzept und die daraus resultierende Organtransplantation aussprechen. WISSENSCHAFTLICHE \u00c4USSERUNGEN Denn aus der Wissenschaft kommen immer h\u00e4ufiger Zweifel an diesem Konzept. 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